MEHRJAHRESPROGRAMM DES LANDES FÜR FORSCHUNG (PPR)

Das Mehrjahresprogramm für Forschung (PPR) ist das mit Landesgesetz Nr. 14 vom 2. August 2005 festgelegte Planungsinstrument des Landes. Mit diesem Gesetz wurde das System der Forschung und höheren Bildung im Trentino reformiert und mit ihm wird es heute geregelt. Aufgabe des mehrjährigen Forschungsprogramms ist es, für die koordinierte Planung der Maßnahmen im Bereich Forschung zu sorgen, Ziele, allgemeine Richtlinien für Maßnahmen, die dementsprechenden Prioritäten und Bewertungskriterien festzulegen.

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Das derzeitige Mehrjahresprogramm für Forschung hat seinen Schwerpunkt auf folgenden strategischen Dimensionen: 

NETZWERKBILDUNG MIT DER PRODUKTIONSWELT UND AUSWIRKUNGEN AUF LANDESEBENE 

Es wurde die Notwendigkeit erkannt, eine stärkere und effizientere Verbindung zwischen den prioritären Forschungsbereichen im Trentino und ihrem potentiellen Einfluss auf Wirtschaft und Produktion des Landes aufzubauen. In diesen Zusammenhang gehören auch die Investitionen in die großen Forschungsinfrastrukturen, die sowohl von Unternehmen als auch von Forschungseinrichtungen genutzt werden können (Mekatronik, Mikrosystemtechnik und Genomik).

INTERNATIONALE ÖFFNUNG UND INTERREGIONALE, NATIONALE UND EUROPÄISCHE ZUSAMMENARBEIT 

Für die Zukunftsfähigkeit der Forschung im Trentino ist auch die Angleichung an die wichtigsten Initiativen in den Bereichen Forschung und technologische Entwicklung auf europäischer und internationaler Ebene und ein enger Kontakt mit den entsprechenden Akteuren unerlässlich.

FORSCHUNGSAKTEURE AUF REGIONALER EBENE: SYNERGIE, KOMPETENZ UND KRITISCHE MASSE 

Mit dem Programm soll eine Rationalisierung und Konzentration der Akteure des Trentiner Forschungssystems gefördert werden, wobei die wichtigsten Ansprechpartner der Landesregierung im Bereich Forschung die Edmund-Mach-Stiftung, die Bruno-Kessler-Stiftung, die Universität Trient und das Museum für Wissenschaft (MUSE) sein sollen. Mit diesen soll ein gut strukturiertes Programm für eine mittel- bis langfristige strategische Zusammenarbeit festgelegt werden und es sollen Überschneidungen oder mehrfach ausgeführte Arbeiten und doppelt getätigte Investitionen in Infrastrukturen vermieden werden.

SOZIALE INNOVATION 

Die Landesregierung beabsichtigt, ihre Forschungs- und Innovationspolitik im Trentino weiterhin in Richtung soziale Innovation auszurichten, da der Zusammenhang zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ein sich ständig weiterentwickelnder Kernpunkt der Forschungspolitik ist und die gesellschaftliche Akzeptanz des wissenschaftlichen Fortschritts fortlaufend an Bedeutung gewinnt.

FÖRDERUNG VON MENSCHLICHEM KAPITAL UND TALENTEN 

Entsprechend den besonders innovativen Erfahrungen in den Bereichen Ausbildung und Zusammenarbeit mit dem Produktionssystem ist das Festlegen von klaren und aussichtsreichen Verläufen von Hochschul- und Forschungskarrieren zu unterstützen, wobei auch die Internationalisierung gefördert werden sollte und die Möglichkeit des Transfers der öffentlichen Forschung auf die Unternehmen zu berücksichtigen ist.

ZUSAMMENHANG ZWISCHEN FORSCHUNG, INNOVATION UND BILDUNG 

Der Transfer von wissenschaftlicher Kultur und Wissen in den verschiedenen Phasen der Ausbildung ist zu fördern, auch durch Gründung von Fachzentren. 

VERBESSERUNG DURCH EVALUATION 

Eine ständige Kontrolle soll es ermöglichen, Bereiche und Investitionen auf der Grundlage der tatsächlich erreichten festgesetzten Ziele und Ergebnisse eventuell zu überdenken.

Mehrjahresprogramm für Forschung im Trentino:

VORRANGIGE FORSCHUNGSBEREICHE

Nachstehend sind die entsprechend der intelligenten Spezialisierung und der dank vergangener Investitionen aufgebauten wissenschaftlichen Kompetenzen im Programm festgelegten vorrangigen Forschungsbereiche aufgelistet:

  • Agrar- und Ernährungswirtschaft
  • Umweltsicherheit und nachhaltige Landwirtschaft
  • Umwelt und Klima, erneuerbare Energien und Energiequellen
  • Smart Factory - Mekatronik
  • Gesundheit (aktives und gesundes Altern, Wohlbefinden und Sport, Neurowissenschaften, Technologien für die verschiedenen Lebensräume) 
  • Geistes- und Sozialwissenschaften, Smart Cities & Communities (intelligenter Verkehr und E-Government)
  • Tourismus und Kulturgut (Kunst und Natur). 

Nachstehend ein Überblick über die fachübergreifenden wissenschaftlich-technologischen Bereiche:  

  • Information and Communication Technology (vorrangig)
  • Biotechnologie und Genomik
  • Photonik
  • Hightech-Materialien
  • Mikro- und Nanoelektronik
  • Nanotechnologie und Nanowissenschaften.

 

Der vollständige Text des PPR steht zum Download zur Verfügung:

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